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Sorgfalt

Auch Jungpferde, rekonvaleszente Tiere mit Gelenk- oder Hufproblemen sowie Gnadenbrotpferde sind bei uns ideal aufgehoben – frische Luft, stetige Bewegung und ausgiebige Beschäftigung mit Artgenossen fördern die Entwicklung, beschleunigen Heilungsprozesse und halten fit bis ins hohe Alter... Damit unsere Pferde ein möglichst harmonisches, naturnahes Herdenverhalten entwickeln können, leben sie nach Geschlechtern getrennt in je einer Stuten- und Wallachgruppe. Die Gruppengrössen umfassen je nach Auslastung 8 – 14 Tiere, wobei die Strukturierung der Stallanlagen und die Grösse der Auslaufflächen die Bildung von Kleingruppen innerhalb der Herde begünstigt.

 

Integration

Damit ein neu einzugewöhnendes Pferd möglichst stressfrei in den bestehenden Gruppenverband eingegliedert werden kann, lebt es eine Zeit lang mit Sicht-, Geruchs- und kontrollierten Körperkontakt zu den übrigen Herdenmitgliedern im so genannten Integrationsbereich: Hier kann es seine erste Aufregung über die neue Umgebung und die fremden Pferde verdauen, ohne auszuteilen oder in Bedrängnis geraten zu müssen, während wir das neue Pferd in seinem Sozialverhalten kennen und einzuschätzen lernen. In den folgenden Wochen wird das Pferd umsichtig und unter Aufsicht schrittweise in die Herde integriert, bis es schliesslich Tag und Nacht mit der Herde zusammenbleibt. Ablauf und Dauer dieses Integrationsprozesses sind bei jedem Pferd individuell, da sie von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Leider gibt es hin und wieder Pferde, deren Sozialverhalten eine Eingliederung in die bestehende Gruppe verunmöglicht – sei es, weil es laufend in Bedrängnis gerät und unter Dauerstress steht, sei es, weil es über die normalen Rangeleien und Machtkämpfe hinaus andere Tiere drangsaliert oder sogar verletzt. In diesem Falle wird der Integrationsprozess von uns abgebrochen.

 

Offenstall- Anlagen, Paddocks

Zwei grosszügig bemessene, matschfrei befestigte und strukturierte Paddockflächen unter freiem Himmel sind jederzeit frei zugänglich. Sie animieren die Tiere zu Begegnung und zu Bewegung, während die überdachten Stallflächen mit Tiefstreu als Ruhe- und Liegebereich dienen. In einem gesonderten Fressbereich befinden sich die Futterstände; permanent zugängliche Rauhfutterraufen mit Stroh sowie frostsicher angelegte zentrale Brunnen vervollständigen und gliedern den Fressbereich. Verschiedene weitere "Wellness-Extras" wie die Schnitzelecken für genüssliches Wälzen oder die überaus beliebten "Kratz-Bürsten" sorgen zusätzlich für das equide Wohlbefinden - manche lieben es auch, sich auf dem warmen Gummiplattenboden dösend zu sonnen...

 

Fütterung

Die Fütterung von Heu erfolgt 5x täglich. Das Kraftfutter können wir individuell morgens und abends in den Fresständen verabreichen. Mineral gibt es zur freier Verfügung. Um eine erstklassige Qualität unseres Rauhfutters garantieren zu können, verfüttern wir ein Gemisch aus Oeko-Heu und Kunstwiesenheu. Der Grossteil des Strohs ist ebenfalls aus hofeigener extensiver Produktion .

Die Tiere werden morgens und abends einzeln in für andere Pferde nicht zugänglichen Futterständen gefüttert – dies ermöglicht eine kontrollierte, stress- und störungsfreie Futteraufnahme für jedes Pferd, unabhängig von seiner Position in der Herdenhierarchie. Die Mittagsfütterung sowie die zwei Futtereinheiten am Abend und in der Nacht erfolgt über die Heuraufen und den Futterständen zusammen. Die Pferde können frei wählen wo sie ihre Futtereinheit zu sich nehmen möchten.

 

Um dem Bedürfnis des Pferdes nach möglichst langer Fresszeit und regelmässiger Futteraufnahme in kleinen Mengen Rechnung tragen zu können, steht den Tieren rund um die Uhr zusätzlich eine gedeckte Rauhfutterraufe mit Futterstroh zur Verfügung. Zentral gelegene, vom Fressbereich räumlich getrennte frostsichere Tränkebrunnen veranlassen die Tiere zu einem natürlichen Fressverhalten mit ausreichender Einspeichelung des Futters, was für die ideale Verwertung des Futters wichtig ist.

 

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Stallhygiene und Weidepflege

Die Liegeflächen sind grosszügig eingestreut mit enorm saugfähigem gehäckseltem Kurzstroh, welches täglich ergänzt und aufgefrischt wird. Die gesamten Stall- und Paddockanlagen werden dreimal täglich von Pferdeäpfeln gesäubert, nasse Stellen in der Tiefstreu entfernt. Saubere Futterstände und Tränken sind selbstverständlich. Um eine Minderung der Schlechtwetter- und Winterweiden zu vermeiden und um den Parasitendruck zu verringern, wird regelmässig Mist abgesammelt. Aus demselben Grund werden auch die grossen Wechselweiden mehrmals jährlich mechanisch abgeschleppt.

 

Gruppen-Auslaufhaltung

Die Gruppen-Auslaufhaltung im Offenstall fördert und erhält die körperliche und seelische Gesundheit des Pferdes: Tageslicht, frische Luft, ausreichend Platz mit Anreiz zu stetiger Bewegung, Spiel und Beschäftigung mit Artgenossen sowie Auseinandersetzung mit verschiedensten Umweltreizen sind beste Voraussetzungen für ein abwechslungsreiches und zufriedenes Pferdeleben - unsere Pensionäre danken diese tierfreundliche Pferdehaltung durch ihr ruhiges, ausgeglichenes Verhalten, motivierte Leistungsbereitschaft sowie durch ausgesprochen robuste Gesundheit. Die Festlegung einer neuen Herdenstruktur während des Integrationsprozesses kann zu Rangeleien und kleinen Schrammen führen. Damit solche Blessuren erkannt und behandelt werden können, werden die Pferde in der Eingewöhnungszeit intensiv kontrolliert.

 

Ein gewisser Nachteil der Auslaufhaltung gegenüber der reinen Stallhaltung besteht im geringfügig höheren Pflegeaufwand vor allem im Winter. Viele Pferde entwickeln einen je nach Rasse und Veranlagung dichteren Winterpelz, welcher eine angepasste Nutzung des Pferdes verlangt, während empfindlichere Tiere bei nasskalter Witterung eventuell grundsätzlich eingedeckt werden müssen.

 

Letzte Aktualisierung 22.10.2017 © Pferdeparadies